Liebe Mitbeter,
der Kampf gegen Christen und christliche Werte hat drastisch zugenommen in den letzten Jahren, auch in Deutschland und Europa.
Gewisse Gruppen versuchen der ganzen Gesellschaft unchristliche bis antichristliche Werte aufzuzwingen. Kritik daran, besonders wenn sie etwas deutlicher ausfällt, gerät schnell ins Visier der nicht selten staatlich finanzierten Verleumder, Denunzianten und dann auch der Staatsanwaltschaften.
Ein erster Meilenstein in diese Richtung war wohl das sogenannte „Gleichbehandlungsgesetz“. Hier wurde, meines Erachtens grundgesetzwidrig, vorgeschrieben, Ungleiches gleich zu behandeln. Eine Ehe und Familie zwischen Mann und Frau und Kindern ist eben nicht das gleiche wie eine gleichgeschlechtliche Beziehung. „Deutschland wird wieder totalitär“ titelte damals der Jurist Prof. Dr. Johann Braun einen Beitrag zum sogenannten „Antidiskriminierungsgesetz“. Diskriminiert werden seither zunehmend alle, die diesem linken Gesinnungsterror gedanklich und sprachlich nicht folgen wollen.
Auch biblische Äußerungen, seien es schlicht direkte Zitate aus dem Wort Gottes, oder Aussagen, die biblisch klar fundiert sind, werden zunehmend strafrechtlich verfolgt, wenn sie dem linken antichristlichen Mainstream nicht entsprechen.
Einige Beispiele:
Der oberste finnische Gerichtshof hat im März 2026 die Abgeordnete und frühere finnische Innenministerin Päivi Räsänen gemeinsam mit dem lutherischen Bischof Juhana Pohjola wegen Beleidigung schuldig gesprochen. Die Politikerin hatte 2004 in einer Broschüre praktizierte Homosexualität aus biblischer Sicht als Sünde bezeichnet. Pohjola hatte die Broschüre auf der Internetseite seiner Kirche veröffentlicht. Das Gericht begründete dies damit, dass ein Text öffentlich zugänglich gemacht wurde, „der eine Bevölkerungsgruppe schmäht“ und Homosexuelle herabwürdige.
Dabei hatte Räsänen in dem Dokument ausdrücklich betont, dass alle Menschen denselben Wert haben, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung (https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2026/die-luft-fuer-christen-wird-duenner/).
Mit derart absurden und demokratiefeindlichen Urteilen wird zunehmend nicht nur der christliche Glaube bekämpft, sondern grundsätzlich auch das Recht auf freie Meinungsäußerung immer mehr beschnitten und de facto abgeschafft. Extrem linke Meinungen dürfen weiter problemlos geäußert werden. Wer Meinungen knapp rechts vom extrem linken Meinungskorridor äußert, muß mit Strafverfolgung rechnen.
Es ist hier außerdem auffallend, daß ein Vorgang strafrechtlich aufgegriffen wurde, der mittlerweile 22 Jahre zurückliegt! Wie sieht eine entsprechende Aufarbeitung der Vergangenheit dagegen bei vielen linken Politikern aus?
In Deutschland ist die Lage leider nicht besser. Gegen die christlichen Youtuber „Niko“ und „Tino“ ermittelt die Staatsanwaltschaft, weil sie in einem Kanal für missionarische Arbeit kritische Äußerungen gegenüber dem Islam gemacht haben. Sie stellten dem Charakter des Islam das Wesen christlichen Glaubens gegenüber. Nun darf auch in unserem Land gegen Christen mittlerweile fast alles gesagt werden, Kritik am Islam wurde immer mehr zum Tabu-Thema. Wer allerdings einerseits den Koran mit der Geschichte des Islam und den von Muslimen geführten Glaubenskriegen einerseits mit der Botschaft des Evangeliums vergleicht, dem müssen fundamentale Unterschiede auffallen. Und die hier sofort zitierten „Kreuzzüge“ weisen einen wesentlichen Unterschied zum islamischen Dschihad auf: sie können sich nämlich definitiv nicht auf die Bibel berufen!
Christen in Deutschland denken dabei weiter an den Fall Olaf Latzel. Dieser hatte sich im Rahmen eines Eheseminars kritisch zur Homosexualität geäußert. Im Blick auf zuvor getätigte Angriffe gegen seine Gemeinde aus diesem Umfeld verwendete er auch den Begriff „Verbrecher“. Daraufhin wurde der mittlerweile massiv sinnentstellte „Volksverhetzungsparagraph“ gegen ihn angewandt. Das Bremer Landgericht stellte das Verfahren schlußendlich ein unter der mehr als demütigenden Auflage, daß Latzel einer Einrichtung für „queeres Leben“ 5000,- € bezahlen mußte.
Seine Bremische Landeskirche ließ sich nicht lumpen und kürzte ihm als Zeichen ihrer Geist- und Gottlosigkeit für vier Jahre das Gehalt um 5%.
Nun hat Latzels St. Martini-Gemeinde die christlich-konservative „Alliance Defending Freedom“ eingeladen. Diese Menschenrechtsorganisation setzt sich weltweit für Religions- und Meinungsfreiheit ein und steht dabei insbesondere verfolgten Christen zur Seite. Nun gibt es linke Proteste gegen diese Menschenrechtsorganisation. Und wie zu erwarten, distanziert sich auch die Bremische Kirche.
Was lernen wir draus: Menschenrechte gibt es zunehmend nur noch für Linke. Im Kampf gegen Christen und „Rechte“ scheint dagegen kein Mittel link genug.
Zu diesen Beobachtungen paßt der Warnhinweis des Rechtswissenschaftlers Prof. Volker Böhme-Neßler: „Deutschland wird zum Einschüchterungsstaat“ (https://jungefreiheit.de/debatte/interview/2026/rechtswissenschaftler-boehme-nessler-deutschland-wird-zum-einschuechterungsstaat/)!
Laßt uns beten für die verfolgte Gemeinde im In- und Ausland.
Dazu gehört auch die Klage beim Verwaltungsgericht, die unsere Evangelische Freikirche Riedlingen gegen das Innenministerium des Landes Baden-Württemberg vor mittlerweile fast eineinhalb Jahren eingereicht hat. Die Klage richtet sich gegen die absurde Nennung unserer Verkündigung im VS-Bericht als „gesichert extremistisch“.
Spannend könnte es nun werden, da wir unter der berüchtigten Rubrik „verfassungsschutzrelevante Delegitimierung“ geführt wurden. Diese Rubrik wurde vom deutschen VS nun abgeschafft. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sollten die Abteilungen der Länder dem folgen. Es verstärkt sich damit die Frage, ob wir im neuen VS-Bericht im Juni 2026 noch Erwähnung finden, und was das Innenministerium und sein VS sich dazu gegebenenfalls aus den Fingern saugen.
In Ungarn wird die Lage auch spannend nach der Abwahl von Orbán. Es ist noch nicht abzusehen, ob und in welchem Umfang ein Richtungswechsel stattfindet und welche Gebiete dieser betreffen wird. Bisher werden Worte gemacht. Wohin die Taten gehen, wird man dann sehen.
Beten wir auch hier für die Situation der Christen im Land.
Singen oder Beten der ersten beiden Verse des Lieds „Zieh an die Macht du Arm des Herrn“:
- Zieh an die Macht, du Arm des Herrn,
wohlauf und hilf uns streiten.
Noch hilfst du deinem Volke gern,
wie du getan vorzeiten.
Wir sind im Kampfe Tag und Nacht,
o Herr, nimm gnädig uns in acht
und steh uns an der Seiten. - Mit dir, du starker Heiland du,
muß uns der Sieg gelingen;
wohl gilt’s zu streiten immerzu,
bis einst wir dir lobsingen.
Nur Mut, die Stund ist nimmer weit,
da wir nach allem Kampf und Streit
die Lebenskron erringen.
Lesen von Psalm 34
1 Ein Psalm Davids, da er seine Gebärde verstellte vor Abimelech, als der ihn von sich trieb und er wegging. 2 Ich will den Herrn loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein. 3 Meine Seele soll sich rühmen des Herrn, daß es die Elenden hören und sich freuen. 4 Preiset mit mir den Herrn und laßt uns miteinander seinen Namen erhöhen.
5 Da ich den Herrn suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht.
6 Welche auf ihn sehen, die werden erquickt, und ihr Angesicht wird nicht zu Schanden. 7 Da dieser Elende rief, hörte der Herr und half ihm aus allen seinen Nöten. 8 Der Engel des Herrn lagert sich um die her, so ihn fürchten, und hilft ihnen aus. 9 Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Wohl dem, der auf ihn traut!
10 Fürchtet den Herrn, ihr seine Heiligen! denn die ihn fürchten, haben keinen Mangel. 11 Reiche müssen darben und hungern; aber die den Herrn suchen, haben keinen Mangel an irgendeinem Gut.
12 Kommt her, Kinder, höret mir zu; ich will euch die Furcht des Herrn lehren: 13 Wer ist, der Leben begehrt und gerne gute Tage hätte? 14 Behüte deine Zunge vor Bösem und deine Lippen, daß sie nicht Trug reden. 15 Laß vom Bösen und tue Gutes; suche Frieden und jage ihm nach.
16 Die Augen des Herrn merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien; 17 das Antlitz aber des Herrn steht wider die, so Böses tun, daß er ihr Gedächtnis ausrotte von der Erde. 18 Wenn die Gerechten schreien, so hört der Herr und errettet sie aus all ihrer Not. 19 Der Herr ist nahe bei denen, die zerbrochnes Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagen Gemüt haben.
20 Der Gerechte muß viel leiden; aber der Herr hilft ihm aus dem allem. 21 Er bewahrt ihm alle seine Gebeine, daß deren nicht eins zerbrochen wird. 22 Den Gottlosen wird das Unglück töten; und die den Gerechten hassen, werden Schuld haben. 23 Der Herr erlöst die Seele seiner Knechte; und alle, die auf ihn trauen, werden keine Schuld haben.
Gebet
Wir wollen heute ganz besonders beten,
- für Frieden gegen alles Kriegsgeschrei dieser Tage. Der Herr möge alle Bemühungen, Europa in einen Krieg zu treiben, scheitern lassen.
- Daß unser himmlischer Vater die Angriffe auf unsere Arbeit, die Evangelische Freikirche Riedlingen und das Netzwerk bibeltreuer Christen abwehrt und in reinen Segen verwandelt! Wir beten, daß er mit seinem starken Arm sichtbar und zeugnishaft eingreift und handelt!
- Für die Ermutigung der Geschwister und insbesondere die, welche in leitender Verantwortung in christlichen Gemeinden und Werken stehen. Der Heilige Geist möge ihnen Durchblick und Kraft geben, das Böse zu erkennen und sich ihm zu verweigern!
- Daß der allmächtige Gott uns allen durch seinen Heiligen Geist Erkenntnis, Mut und Kraft zum Aufbruch aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit und Dummheit schenken und die Wiederkunft unseres Herrn Jesus und die Entrückung seiner Gemeinde mächtig beschleunigen möge!
- Daß noch viele Menschen ihr Leben Jesus anvertrauen – gerade auch von den Verantwortlichen in unserem Land.
- Für die Landtagswahlen 2026 in Sachsen-Anhalt (6.9.), Mecklenburg-Vorpommern und Berlin(20.9.).
- Daß auch viele der Zuwanderer hier in Deutschland und Europa sich Jesus Christus zuwenden.
- Wir wollen beten für die vielen Esoteriker und Neuheiden verschiedenster Couleur, daß sie dem Bannkreis Satans entweichen und ganz und allein auf Jesus Christus vertrauen und auf das Wort der Bibel.
- Für unsere christlichen Gemeinden, Pfarrer und Pastoren, die besonders von Satan angegriffen werden, wenn sie ihren Dienst in Treue zu Christus und seinem Wort tun wollen.
- Für die Situation in und um die Ukraine sowie die Auseinandersetzungen im Nahen Osten. Möge echte Liebe zum Frieden auf beiden Seiten wachsen und die Kriegstreiberei im Interesse zweifelhafter Kräfte ein Ende finden!
- Für mehr politische Wahrhaftigkeit im Land
- Für unseren Staat – unser Volk und Vaterland -, daß die Verantwortlichen ihrem Auftrag nachkommen, dem Wohl des Staatsvolks zu dienen, das Staatsgebiet zu schützen sowie unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung zu bewahren.
- Für Medien, die ihrem journalistischen Auftrag einer neutralen faktenreichen Berichterstattung nachkommen, und nicht vorwiegend Regierungspropaganda verbreiten.
- Daß sich zunehmend die Verantwortlichen wie auch die Geplagten dem Bösen in all seinen Ausprägungen in friedlicher Form widersetzen. Die Menschen müssen einfach nur aufhören, beim menschenverachtenden Bösen mitzumachen!
- Beten wir, daß immer mehr Menschen bewußt wird: Wer mitmacht, macht sich mit schuldig!
- Daß die Spaltung unserer Gesellschaft bis in Ehen, Familien und engste Freundeskreise hinein nicht weitergehen darf, sondern in der Liebe Christi überwunden werden kann
- Für die Verantwortlichen in Politik, Kirchen, Medien, Sicherheitsdiensten, Polizei, Militär, Behörden, Bürgermeisterämtern etc., daß sie Recht und Gerechtigkeit zu tun wagen im Vertrauen auf den lebendigen Gott und tun, was getan werden muß! Gott schenke ihnen dazu Einsicht und Mut! Insbesondere auch den Gerichten zu echter Rechtsprechung statt Rechtsbeugung und Rechtsbruch.
- Daß der Herr den Mächten des Bösen so wenig wie möglich gelingen läßt und sie an ihrem Treiben hindert, soweit seine Pläne das noch zulassen!
- Daß alle Schuldigen an den verschiedenen Formen des Unrechts auf allen Ebenen der Verantwortung bald der irdischen Gerechtigkeit zugeführt werden.
- Daß Gott in unserem Volk Besonnenheit schenkt. Daß die Menschen sich nicht von Haß leiten lassen, sondern in liebevoller Weisheit das Nötige tun. Bürgerkrieg dient niemals dem Volk, sondern hilft nur den Mächtigen, ihre Macht zu festigen!
- Daß bei aller verständlichen Empörung über die seit Jahren andauernde Politik keine Fremdenfeindlichkeit in unserem Volk aufkommt.
- Daß der Tag der Entrückung bald kommt und wir bereit sind!
Im April 1521 stand Martin Luther vor dem Reichstag und dem Kaiser in Worms. Er war aufgefordert, seine Schriften zu widerrufen. Er wußte, daß ihm bei Weigerung der Tod drohte, trotz der Zusage des freien Geleits. In dieser Stunde größter Not und Bedrängnis betete er:
„Allmächtiger, ewiger Gott! Wie ist es nur ein Ding um die Welt! Wie sperrt sie den Leuten die Mäuler auf! Wie klein und gering ist das Vertrauen der Menschen auf Gott! Wie ist das Fleisch so zart und schwach, und der Teufel so gewaltig und geschäftig durch seine Apostel und Weltweisen! Wie zieht sie so bald die Hand ab und schnurrt dahin, läuft die gemeine Bahn und den weiten Weg zur Hölle zu, da die Gottlosen hingehören; und siehet nur allein bloß an, was prächtig und gewaltig, groß und mächtig ist und ein Ansehen hat. Wenn ich auch meine Augen dahin wenden soll, so ist’s mit mir aus, die Glocke ist schon gegossen und das Urteil gefällt. Ach Gott! ach Gott! o du mein Gott! Du mein Gott, stehe du mir bei, wider alle Welt Vernunft und Weisheit. Tue du es; du mußt es tun, du allein. Ist es doch nicht meine, sondern deine Sache. Hab ich doch für meine Person allhie nichts zu schaffen und mit diesen großen Herrn der Welt zu tun. Wollt ich doch auch wohl gute geruhige Tage haben und unverworren sein. Aber dein ist die Sach, Herr, die gerecht und ewig ist. Stehe mir bei, du treuer, ewiger Gott! Ich verlasse mich auf keinen Menschen. Es ist umsonst und vergebens, es hinket alles, was fleischlich ist und nach Fleisch schmeckt. Gott, o Gott! Hörest du nicht, mein Gott? Bist du tot? Nein, du kannst nicht sterben, du verbirgst dich allein. Hast du mich dazu erwählet? Ich frage dich, wie ich es denn gewiß weiß; ei, so walt es Gott! denn ich mein Lebenlang nie wider solche große Herrn gedacht zu sein, habe mir es auch nie vorgenommen. Ei, Gott, so stehe mir bei in dem Namen deines lieben Sohns Jesu Christi, der mein Schutz und Schirm sein soll, ja, meine feste Burg, durch Kraft und Stärkung deines Heiligen Geistes. Herr, wo bleibest du? Du, mein Gott, wo bist du? Komm, komm, ich bin bereit, auch mein Leben darum zu lassen, geduldig, wie ein Lämmlein. Denn gerecht ist die Sache und dein; so will ich mich von dir nicht absondern ewiglich. Das sei beschlossen in deinem Namen. Die Welt muß mich über mein Gewissen wohl ungezwungen lassen, und wenn sie noch voller Teufel wäre, und sollte mein Leib, der doch zuvor deiner Hände Werk und Geschöpf ist, darüber zu Grund und Boden, ja zu Trümmern gehen; dafür mir aber dein Wort und Geist gut ist. Und ist auch nur um den Leib zu tun; die Seele ist dein und gehört dir zu, und bleibet auch bei dir ewig,
Amen. Gott helf mir, Amen.“
Wir singen oder lesen die beiden letzten Verse des Lieds „Zieh an die Macht du Arm des Herrn“:
- Drängt uns der Feind auch um und um,
wir lassen uns nicht grauen;
du wirst aus deinem Heiligtum
schon unsre Not erschauen.
Fort streiten wir in deiner Hut
und widerstehen bis aufs Blut
und wollen dir nur trauen. - Herr, du bist Gott! In deine Hand
o laß getrost uns fallen.
Wie du geholfen unserm Land,
so hilfst du fort noch allen,
die dir vertraun und deinem Bund
und freudig dir von Herzensgrund
ihr Loblied lassen schallen

