Liebe Mitbeter,
vor einer Woche waren wir kurz bei den Gotteslästerlichkeiten des Fernsehflegels Jan Böhmermann.
Bedenken wir heute kurz die Zusammenhänge mit den Ereignissen der vergangenen Jahre und der Gegenwart in unserem Land.
Die eigentlichen Probleme liegen nicht im politischen Bereich. Auf dieser Ebene sehen wir nur die Symptome. Das eigentliche Problem ist die Gottlosigkeit. Breite Massen haben sich ganz von Gott abgewandt. Und nicht nur das. Es ist im Land seit Jahrzehnten Mode geworden, sich immer dreister auf fast allen Ebenen gegen die Ordnungen Gottes zu stellen und ihn in Wort und Tat zu lästern.
Die sogenannten Kirchen, vor allem die sogenannten evangelischen, waren bei diesen Gotteslästerlichkeiten nicht selten die Vorreiter. Längst sind die meisten Freikirchen und freien Gemeinden auf diesem Weg gefolgt.
Ein Teil dieses Gerichtes Gottes zeigt sich in der Absurdität mancher Gerichtsurteile. Da wurde nun tatsächlich der brandenburgische AfD-Landtagsabgeordnete Wilko Möller vom BGH zu einer Geldstrafe in Höhe von 11600,- € verurteilt. Warum? Es geht um ein Plakat, auf dem ein Mann und eine Frau mit ihren ausgestreckten Armen und Händen ein schützendes Dach über Kindern bilden. Diese Aussage ist auch expressis verbis auf dem Plakat zu lesen: „Wir schützen eure Kinder“.
Da es sich nun aber um einen AfD-Politiker und ein AfD-Plakat handelt, kann es sich nach politisch-korrekter Logik nur um eine Abbildung des verbotenen Hitlergrußes handeln. Ganz klar: das Dach war nur der Vorwand, um die inhaltliche Nähe zu den Nazis getarnt darstellen zu können. Welche andere Motivation sollte ein böser AfD-Politiker auch haben können?
So einfach kann die Welt sein!
Als die CDU im Jahr 2021 ein im Prinzip identisches Plakat präsentierte, konnte das damals meines Wissens keinen müden Hund hinter dem Ofen hervorlocken.
Dieses Gerichtsurteil ist meines Erachtens ein Beweis dafür, daß bestimmte Kräfte quasi nach Belieben aus allem und jedem einen Straftatbestand konstruieren können, und eine teils abseitige Justiz macht bei dieser rechtswidrigen Willkür mit.
Man wagt ja seit geraumer Zeit kaum mehr, den rechten Arm samt Hand höher als die Hüfte zu heben, geschweige denn, Freunden beim Abschied mit der rechten Hand nachzuwinken etc..
Beten wir an diesem Wochenende vor allem am heutigen Samstag schon im Blick auf die Demos, die nach französischem Vorbild in vielen deutschen Städten angekündigt wurden. Bestimmte Kräfte versuchen offenbar den linken Terror auch hier entsprechend auszuweiten.
Dann haben wir am Samstag 31.10. das Reformationsfest. Morgen z.B. auch Thema in der Predigt in der EFK-Riedlingen. Leider durch das amerikanisiert-entstellte Halloween zunehmend überlagert. Längst vergessen, daß es sich bei Halloween tatsächlich ursprünglich um ein frühchristliches Fest handelt – all hallows eve – bei welchem der christlichen Märtyrer und „Heiligen“ gedacht wurde. Daß wir die römisch-katholischen Fehlentwicklungen diesbezüglich auch nicht gutheißen können, versteht sich von selbst. Aber wenn man so will, war es eine Art christlicher Heldengedenktag. Hier wurde christlicher „Helden“ gedacht, die nicht in Kreuzzügen Andersgläubige erschlugen, sondern bis in den Tod am Zeugnis von Jesus Christus, dem Heiland und Erlöser der Welt, festhielten und sein Heil verkündeten.
Der irisch-heidnische Festtag dieser Zeit bedeutete eigentlich, daß die Iren glaubten , daß in dieser Übergangsnacht vom 31.10. auf den 1.11. die Grenze zwischen dieser Welt und der Anderwelt dünn und offen sei. Sie glaubten, daß Dass an diesem Tag die Skelette aus den Gräbern stiegen, um die Lebenden zu quälen, ist eine spätere Erfindung. Die Iren glaubten, dass die Seelen der verstorbenen Verwandten in dieser Nacht nach Hause kamen. Für sie wurde ein Platz am Tisch freigehalten oder eine Kerze ins Fenster gestellt. Das ist zwar heidnische Vorstellung, hat mit dem, was wohl im 19.Jahrhundert in den USA daraus gemacht wurde und seit den 1990er Jahren zunehmend auch unser Land überflutet, nichts zu tun.
Die „Rübengeister“, die wir in unserer Kindheit schnitzten, gehen tatsächlich auf historische irische Bräuche zurück – Kürbisse hatten die nicht, die kommen aus den USA. Diese „Rübengeister“ wurden original mit Kohlen beleuchtet und sollten böse Wesen vom Haus fernhalten. Für uns in der Kindheit waren sie einfach ein herbstlicher Spaß.
Der angebliche Gott „Samhain“, dem Halloween gewidmet sein soll, scheint ein Übersetzungsfehler des 18.Jahrhunderts zu sein. Samhain heißt schlicht „Ende des Sommers“.
Tatsächlich begann Allerheiligen historisch mit als „all hallows eve“. Das hängt damit zusammen, daß nach dem kirchlich-liturgischen Kalender hohe Festtage nicht um Mitternacht, sondern bereits am Abend zuvor mit Sonnenuntergang beginnen. Das wurde offenbar aus dem Judentum übernommen. Hier endet der Tag grundsätzlich mit dem Sonnenuntergang und gleichzeitig beginnt entsprechend der neue Tag. Insofern ist Halloween historisch gesehen nichts anderes als der Beginn von Allerheiligen.
Einfach ein paar Sätze zu den historischen Hintergründen und modernen Fehldeutungen. Als evangelische Christen feiern wir in diesem Sinne weder Allerheiligen, da wir keine besondere Heiligenverehrung kennen, da eine solche per se unbiblisch ist. Alle Ehre gebührt Christus.
Erst recht nehmen wir als Christen nicht teil an den abstoßenden, zunehmend auch dämonisch-satanischen Halloween-Events. Beten wir stattdessen, daß die Menschen in Deutschland und Europa wieder zurückfinden zur Bedeutung des Reformationsfests: Wir sind erlöst durch Jesus Christus. Jeder kann errettet werden allein durch die Gnade Gottes. Seine Hand ist ausgestreckt. Nehmen wir sie an!
Singen oder Beten der ersten beiden Verse des Lieds „Zieh an die Macht du Arm des Herrn“:
- Zieh an die Macht, du Arm des Herrn,
wohlauf und hilf uns streiten.
Noch hilfst du deinem Volke gern,
wie du getan vorzeiten.
Wir sind im Kampfe Tag und Nacht,
o Herr, nimm gnädig uns in acht
und steh uns an der Seiten. - Mit dir, du starker Heiland du,
muß uns der Sieg gelingen;
wohl gilt’s zu streiten immerzu,
bis einst wir dir lobsingen.
Nur Mut, die Stund ist nimmer weit,
da wir nach allem Kampf und Streit
die Lebenskron erringen.
Lesen von Psalm 34
1 Ein Psalm Davids, da er seine Gebärde verstellte vor Abimelech, als der ihn von sich trieb und er wegging. 2 Ich will den Herrn loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein. 3 Meine Seele soll sich rühmen des Herrn, daß es die Elenden hören und sich freuen. 4 Preiset mit mir den Herrn und laßt uns miteinander seinen Namen erhöhen.
5 Da ich den Herrn suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht.
6 Welche auf ihn sehen, die werden erquickt, und ihr Angesicht wird nicht zu Schanden. 7 Da dieser Elende rief, hörte der Herr und half ihm aus allen seinen Nöten. 8 Der Engel des Herrn lagert sich um die her, so ihn fürchten, und hilft ihnen aus. 9 Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Wohl dem, der auf ihn traut!
10 Fürchtet den Herrn, ihr seine Heiligen! denn die ihn fürchten, haben keinen Mangel. 11 Reiche müssen darben und hungern; aber die den Herrn suchen, haben keinen Mangel an irgendeinem Gut.
12 Kommt her, Kinder, höret mir zu; ich will euch die Furcht des Herrn lehren: 13 Wer ist, der Leben begehrt und gerne gute Tage hätte? 14 Behüte deine Zunge vor Bösem und deine Lippen, daß sie nicht Trug reden. 15 Laß vom Bösen und tue Gutes; suche Frieden und jage ihm nach.
16 Die Augen des Herrn merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien; 17 das Antlitz aber des Herrn steht wider die, so Böses tun, daß er ihr Gedächtnis ausrotte von der Erde. 18 Wenn die Gerechten schreien, so hört der Herr und errettet sie aus all ihrer Not. 19 Der Herr ist nahe bei denen, die zerbrochnes Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagen Gemüt haben.
20 Der Gerechte muß viel leiden; aber der Herr hilft ihm aus dem allem. 21 Er bewahrt ihm alle seine Gebeine, daß deren nicht eins zerbrochen wird. 22 Den Gottlosen wird das Unglück töten; und die den Gerechten hassen, werden Schuld haben. 23 Der Herr erlöst die Seele seiner Knechte; und alle, die auf ihn trauen, werden keine Schuld haben.
Gebet
Wir wollen heute ganz besonders beten,
- für Frieden gegen alles Kriegsgeschrei dieser Tage. Der Herr möge alle Bemühungen, Europa in einen Krieg zu treiben, scheitern lassen.
- Daß unser himmlischer Vater die Angriffe auf unsere Arbeit, die Evangelische Freikirche Riedlingen und das Netzwerk bibeltreuer Christen abwehrt und in reinen Segen verwandelt! Wir beten, daß er mit seinem starken Arm sichtbar und zeugnishaft eingreift und handelt!
- Für die Ermutigung der Geschwister und insbesondere die, welche in leitender Verantwortung in christlichen Gemeinden und Werken stehen. Der Heilige Geist möge ihnen Durchblick und Kraft geben, das Böse zu erkennen und sich ihm zu verweigern!
- Daß der allmächtige Gott uns allen durch seinen Heiligen Geist Erkenntnis, Mut und Kraft zum Aufbruch aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit und Dummheit schenken und die Wiederkunft unseres Herrn Jesus und die Entrückung seiner Gemeinde mächtig beschleunigen möge!
- Daß noch viele Menschen ihr Leben Jesus anvertrauen – gerade auch von den Verantwortlichen in unserem Land.
- Daß auch viele der Zuwanderer hier in Deutschland und Europa sich Jesus Christus zuwenden.
- Wir wollen beten für die vielen Esoteriker und Neuheiden verschiedenster Couleur, daß sie dem Bannkreis Satans entweichen und ganz und allein auf Jesus Christus vertrauen und auf das Wort der Bibel.
- Für unsere christlichen Gemeinden, Pfarrer und Pastoren, die besonders von Satan angegriffen werden, wenn sie ihren Dienst in Treue zu Christus und seinem Wort tun wollen.
- Für die Situation in und um die Ukraine sowie die Auseinandersetzungen im Nahen Osten. Möge echte Liebe zum Frieden auf beiden Seiten wachsen und die Kriegstreiberei im Interesse zweifelhafter Kräfte ein Ende finden!
- Für mehr politische Wahrhaftigkeit im Land
- Für unseren Staat – unser Volk und Vaterland -, daß die Verantwortlichen ihrem Auftrag nachkommen, dem Wohl des Staatsvolks zu dienen, das Staatsgebiet zu schützen sowie unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung zu bewahren.
- Für Medien, die ihrem journalistischen Auftrag einer neutralen faktenreichen Berichterstattung nachkommen, und nicht vorwiegend Regierungspropaganda verbreiten.
- Daß sich zunehmend die Verantwortlichen wie auch die Geplagten dem Bösen in all seinen Ausprägungen in friedlicher Form widersetzen. Die Menschen müssen einfach nur aufhören, beim menschenverachtenden Bösen mitzumachen!
- Beten wir, daß immer mehr Menschen bewußt wird: Wer mitmacht, macht sich mit schuldig!
- Daß die Spaltung unserer Gesellschaft bis in Ehen, Familien und engste Freundeskreise hinein nicht weitergehen darf, sondern in der Liebe Christi überwunden werden kann
- Für die Verantwortlichen in Politik, Kirchen, Medien, Sicherheitsdiensten, Polizei, Militär, Behörden, Bürgermeisterämtern etc., daß sie Recht und Gerechtigkeit zu tun wagen im Vertrauen auf den lebendigen Gott und tun, was getan werden muß! Gott schenke ihnen dazu Einsicht und Mut! Insbesondere auch den Gerichten zu echter Rechtsprechung statt Rechtsbeugung und Rechtsbruch.
- Daß der Herr den Mächten des Bösen so wenig wie möglich gelingen läßt und sie an ihrem Treiben hindert, soweit seine Pläne das noch zulassen!
- Daß alle Schuldigen an den verschiedenen Formen des Unrechts auf allen Ebenen der Verantwortung bald der irdischen Gerechtigkeit zugeführt werden.
- Daß Gott in unserem Volk Besonnenheit schenkt. Daß die Menschen sich nicht von Haß leiten lassen, sondern in liebevoller Weisheit das Nötige tun. Bürgerkrieg dient niemals dem Volk, sondern hilft nur den Mächtigen, ihre Macht zu festigen!
- Daß bei aller verständlichen Empörung über die seit Jahren andauernde Politik keine Fremdenfeindlichkeit in unserem Volk aufkommt.
- Daß der Tag der Entrückung bald kommt und wir bereit sind!
Im April 1521 stand Martin Luther vor dem Reichstag und dem Kaiser in Worms. Er war aufgefordert, seine Schriften zu widerrufen. Er wußte, daß ihm bei Weigerung der Tod drohte, trotz der Zusage des freien Geleits. In dieser Stunde größter Not und Bedrängnis betete er:
„Allmächtiger, ewiger Gott! Wie ist es nur ein Ding um die Welt! Wie sperrt sie den Leuten die Mäuler auf! Wie klein und gering ist das Vertrauen der Menschen auf Gott! Wie ist das Fleisch so zart und schwach, und der Teufel so gewaltig und geschäftig durch seine Apostel und Weltweisen! Wie zieht sie so bald die Hand ab und schnurrt dahin, läuft die gemeine Bahn und den weiten Weg zur Hölle zu, da die Gottlosen hingehören; und siehet nur allein bloß an, was prächtig und gewaltig, groß und mächtig ist und ein Ansehen hat. Wenn ich auch meine Augen dahin wenden soll, so ist’s mit mir aus, die Glocke ist schon gegossen und das Urteil gefällt. Ach Gott! ach Gott! o du mein Gott! Du mein Gott, stehe du mir bei, wider alle Welt Vernunft und Weisheit. Tue du es; du mußt es tun, du allein. Ist es doch nicht meine, sondern deine Sache. Hab ich doch für meine Person allhie nichts zu schaffen und mit diesen großen Herrn der Welt zu tun. Wollt ich doch auch wohl gute geruhige Tage haben und unverworren sein. Aber dein ist die Sach, Herr, die gerecht und ewig ist. Stehe mir bei, du treuer, ewiger Gott! Ich verlasse mich auf keinen Menschen. Es ist umsonst und vergebens, es hinket alles, was fleischlich ist und nach Fleisch schmeckt. Gott, o Gott! Hörest du nicht, mein Gott? Bist du tot? Nein, du kannst nicht sterben, du verbirgst dich allein. Hast du mich dazu erwählet? Ich frage dich, wie ich es denn gewiß weiß; ei, so walt es Gott! denn ich mein Lebenlang nie wider solche große Herrn gedacht zu sein, habe mir es auch nie vorgenommen. Ei, Gott, so stehe mir bei in dem Namen deines lieben Sohns Jesu Christi, der mein Schutz und Schirm sein soll, ja, meine feste Burg, durch Kraft und Stärkung deines Heiligen Geistes. Herr, wo bleibest du? Du, mein Gott, wo bist du? Komm, komm, ich bin bereit, auch mein Leben darum zu lassen, geduldig, wie ein Lämmlein. Denn gerecht ist die Sache und dein; so will ich mich von dir nicht absondern ewiglich. Das sei beschlossen in deinem Namen. Die Welt muß mich über mein Gewissen wohl ungezwungen lassen, und wenn sie noch voller Teufel wäre, und sollte mein Leib, der doch zuvor deiner Hände Werk und Geschöpf ist, darüber zu Grund und Boden, ja zu Trümmern gehen; dafür mir aber dein Wort und Geist gut ist. Und ist auch nur um den Leib zu tun; die Seele ist dein und gehört dir zu, und bleibet auch bei dir ewig,
Amen. Gott helf mir, Amen.“
Wir singen oder lesen die beiden letzten Verse des Lieds „Zieh an die Macht du Arm des Herrn“:
- Drängt uns der Feind auch um und um,
wir lassen uns nicht grauen;
du wirst aus deinem Heiligtum
schon unsre Not erschauen.
Fort streiten wir in deiner Hut
und widerstehen bis aufs Blut
und wollen dir nur trauen. - Herr, du bist Gott! In deine Hand
o laß getrost uns fallen.
Wie du geholfen unserm Land,
so hilfst du fort noch allen,
die dir vertraun und deinem Bund
und freudig dir von Herzensgrund
ihr Loblied lassen schallen

