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19.+26.7.2026 – 558.+559. Abend der Gebetsinitiative zur Ermutigung des „Heerlagers der Heiligen“ in diesen letzten Tagen und zur Ehre Gottes, unseres himmlischen Vaters

Liebe Mitbeter,

auch unser Verteidigungs- (oder doch eher Kriegs-?)ministerium läßt sich den Frieden einiges kosten: 42 Millionen Euro gab es aus für „zielgruppenorientierte personalwerbliche Kampagnenmotive“. Ich vermute mal, daß unter diesem klangvollen Namen die Anwerbung von Kanonenfutter für den nächsten großen Krieg gemeint ist. Die sollten wohl, soweit man derzeitige Zahlen zugrundelegt, ab 2029/30 sterbewillig sein. Bis dahin geht man wohl davon aus, daß die Ukraine kein nennenswertes eigenes Kampfpersonal mehr hat, und dann vorwiegend andere Soldaten die Freiheit und unsere demokratischen Werte in der Ukraine verteidigen müssen. Da ich die persönliche Bereitschaft am Fronteinsatz bei Merz, Pistorius, Strack-Zimmermann sowie Spahn und Co. noch nicht so eindeutig wahrnehmen kann, gehe ich davon aus, daß andere die Köpfe hinhalten sollen.

Ich persönlich muß ohnehin sagen, daß mich das Rühren der Kriegstrommeln bezüglich angeblich notwendiger Kriegstüchtigkeit noch nie so wirklich überzeugt hat. Meines Erachtens sollten die Herrschaften eher in ihren Schubladen mal nach den Friedenspfeifen kramen. Vermutlich wäre das erheblich nachhaltiger, ressourcenschonender und außerdem möglicherweise auch etwas menschenfreundlicher.

Das ukrainische Volk (darf ich überhaupt vom „ukrainischen Volk“ reden, oder bin ich damit ein verfassungsfeindlicher Ethnopluralist? – siehe unten) will den Krieg im Wesentlichen ganz offensichtlich nicht. Millionen sind davor nach Deutschland und in andere Länder geflüchtet. Gerade auch viele Männer, die den Krieg doch eigentlich zur Verteidigung unserer demokratischen Grundwerte führen sollten. Aber auch die in der Ukraine Gebliebenen, müssen offenbar vielfach mit Gewalt an die Front gebracht werden. Der Widerstand im ukrainischen Volk gegen diese Zwangsrekrutierungen nimmt offensichtlich zu. Der banale Grund: „Jeder hat Angst, zu sterben“. Na sowas aber auch! Das könnte allerdings auch für die Deutschen zutreffen. „`Grenzenlos verwöhnt´: Ex-General kritisiert Gesellschaft“ überschreibt t-online einen Beitrag darüber. Der ehemalige Generalinspekteur Klaus Naumann bezweifelt:  „dass genügend Menschen bereit sind, persönliche Opfer für Freiheit und Demokratie zu bringen. Deshalb plädiert er dafür, nicht nur über die Wehrpflicht, sondern über eine allgemeine Dienstpflicht für Männer und Frauen nachzudenken.“ Auch die Deutschen wollen womöglich nicht so schnell sterben. Dann greift man zu bewährten Modellen der Freiwilligkeit: Man baut so viel Druck auf, bis sich „am Ende alle freiwillig impfen lassen“ (Karl Lauterbach) oder bereit sind, in den Krieg zu ziehen, den sie nicht gewollt und auch nicht angefangen haben.

Ja, es steht schon schlimm ums deutsche Volk, wenn die deutschen Männer so „grenzenlos verwöhnt“ sind, daß sie nicht einmal für „Freiheit und Demokratie“ sterben wollen!

So grenzenlos verwöhnt sind wir nicht. Wir erheben deshalb allen Widerständen und Verfolgungsmaßnamen zum Trotz weiter die Stimme „für Freiheit und Demokratie“ in unserem Volk und Vaterland! Und das Folgen.

Vergangene Woche wurde der neue Verfassungsschutzbericht in Baden-Württemberg vorgestellt. Seit 2022 sind nun das vierte Mal wieder mit von der Partie. Auch unterm angeblich „wertkonservativen“ CDU-ler Manuel Hagel als neuem Innenminister hat sich die linke Agenda zur Einschüchterung und Verfolgung Andersdenkender offenbar nicht substantiell verändert. Die Vorwürfe gegen uns werden dabei immer lachhafter.

Zitiert wird aus der Predigt vom 22.Juni 2025 über Kolosser 3,18-4,1. Ich hatte zunächst Adolf Schlatter zitiert: „„Es liegt Paulus daran, daß die Familie ihre Verbundenheit und Kraft behalte“. Und daran anknüpfend habe ich ausgeführt: „Daß Familien ihre Verbundenheit und Kraft behalten, das ist Gottes guter Wille für uns. Und solche Familien brauchen wir heute nötiger denn ja. Dazu gehört der Gehorsam der Kinder. Tyrannen mögen keine Verbundenheit und Kraft in den Familien und auch nicht innerhalb der Gesellschaft sonst. Denn solche Verbundenheit und Kraft gibt Unabhängigkeit und Selbständigkeit. Wo der Mensch sich eingebunden weiß in eine gesunde und starke Familie, eine gesunde und starke Kollegenschaft am Arbeitsplatz, in eine gesunde und starke Gemeinschaft am Ort, zwischen den Nachbarn etc., da gibt ihm das Unabhängigkeit. Tyrannen aber wollen abhängige Menschen. Deshalb ist das Prinzip der Tyrannen: „Teile und herrsche!“ Die Gesellschaft wird in möglichst viele Gruppierungen gespalten und diese gegeneinander aufgehetzt. Wie wir das in den vergangenen Jahren zum Teil sehr deutlich gesehen haben und immer noch sehen. Es werden jede Menge Themen und Probleme quasi aus dem Nichts heraus konstruiert und erfunden, um die Gesellschaft immer mehr zu spalten und gegeneinander aufzuhetzen.“ Spontan hatte ich offenbar noch hinzugefügt zur Veranschaulichung: „Da, wo man die Leute wegen der Zuwanderung nicht spalten konnte, kann man es vielleicht mit Corona oder Israel oder der Ukraine-Frage.“  Das baden-württembergische Innenministerium und sein Verfassungsschutz erkennen darin folgende Gefahrenlage: damit „zieht er beispielsweise Parallelen zwischen tyrannischen Herrschaftssystemen und der aktuellen Politik der Bundesrepublik Deutschland, die Konflikte und Probleme in der Welt bewußt erfinde, um die Gesellschaft zu spalten“.

Nun bin ich wahrlich nicht der Erste und ganz gewiß auch nicht der Bedeutendste, der in der Politik der Regierungen der vergangenen Jahre totalitäre Tendenzen wahrnimmt. „Deutschland wird wieder totalitär“ warnte schon der Verfassungsrechtler Braun vor mehr als 20 Jahren. Und ist es demokratiefeindlich und verfassungsgefährdend, wenn man in politischen Entscheidungen demokratiefeindliche Ansätze wahrnimmt und vor diesen warnt? Und hat z.B. die Coronapolitik die Gesellschaft in Deutschland tief gespalten oder hat sie das nicht?

Noch lächerlicher wird der nächste Vorwurf, nämlich der des Ethnopluralismus. Wörtlich genommen dürfte jeder denkende Mensch ein „Ethnopluralist“ sein. Denn wörtlich besagt dieser Begriff ja lediglich, daß man von der Existenz verschiedener zu unterscheidender Völker ausgeht. Das sagt die Bibel durchgehend. Das ist außerdem wohl Konsens schon der gesamten Menschheitsgeschichte. Wer wollte schon bestreiten, daß es verschiedene zu unterscheidende Völker und Kulturen gibt?!

Daß das baden-württembergische Innenministerium und sein Verfassungsschutz aus meinen Ausführungen schlußfolgert: „Migration wäre demnach abzulehnen und eine Rückführung von Menschen, die jenseits der für sie vorgesehenen Gebiete leben, angezeigt“ ist wieder einmal eine kühne Unterstellung. Denn nichts dergleichen habe ich, soweit ich mich erinnern kann, jemals gesagt. Ich habe mich niemals pauschal gegen Migration ausgesprochen. Migration ist zunächst einmal ein natürlich und in Teilen sogar von Gott selbst angeordneter Vorgang. So befahl er Abraham, als Migrant seine Heimat zu verlassen und nach Kanaan aufzubrechen. Josef und Maria ließ er durch einen Engel ausrichten, daß sie Israel verlassen und nach Ägypten gehen, um der Gefahr durch Herodes zu entfliehen.

Noch viel weniger habe ich jemals von „Rückführung“ gesprochen.

Es ist wieder einmal so: das baden-württembergische Innenministerium und sein Verfassungsschutz reißen Sätze aus dem Zusammenhang, konstruieren willkürlich irgendwelche angeblichen Absichten und unterstellen, häufig wenn nicht gar sogar in der Regel „Bestrebungen“, die im exakten Gegensatz zu dem stehen, was ich tatsächlich gesagt habe.

kühn, zu vermuten, daß es hier nicht um den Schutz von Staat, Demokratie, Freiheit und verfassungsmäßiger Ordnung geht, sondern schlicht und ergreifend darum, unerwünschte Stimmen zum Schweigen zu bringen?

Wir wissen voller Zuversicht, daß wir in der Hand des allmächtigen Gottes sind. Wir beten für die gerichtliche Klärung und wissen, daß es auch in Deutschland noch Richter gibt, die Recht sprechen.

 

Singen oder Beten der ersten beiden Verse des Lieds „Zieh an die Macht du Arm des Herrn“:

  1. Zieh an die Macht, du Arm des Herrn,
    wohlauf und hilf uns streiten.
    Noch hilfst du deinem Volke gern,
    wie du getan vorzeiten.
    Wir sind im Kampfe Tag und Nacht,
    o Herr, nimm gnädig uns in acht
    und steh uns an der Seiten.
  2. Mit dir, du starker Heiland du,
    muß uns der Sieg gelingen;
    wohl gilt’s zu streiten immerzu,
    bis einst wir dir lobsingen.
    Nur Mut, die Stund ist nimmer weit,
    da wir nach allem Kampf und Streit
    die Lebenskron erringen.

Lesen von Psalm 34

1 Ein Psalm Davids, da er seine Gebärde verstellte vor Abimelech, als der ihn von sich trieb und er wegging. 2 Ich will den Herrn loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein. 3 Meine Seele soll sich rühmen des Herrn, daß es die Elenden hören und sich freuen. 4 Preiset mit mir den Herrn und laßt uns miteinander seinen Namen erhöhen. 

5 Da ich den Herrn suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht. 

6 Welche auf ihn sehen, die werden erquickt, und ihr Angesicht wird nicht zu Schanden. 7 Da dieser Elende rief, hörte der Herr und half ihm aus allen seinen Nöten. 8 Der Engel des Herrn lagert sich um die her, so ihn fürchten, und hilft ihnen aus. 9 Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Wohl dem, der auf ihn traut! 

10 Fürchtet den Herrn, ihr seine Heiligen! denn die ihn fürchten, haben keinen Mangel. 11 Reiche müssen darben und hungern; aber die den Herrn suchen, haben keinen Mangel an irgendeinem Gut.

12 Kommt her, Kinder, höret mir zu; ich will euch die Furcht des Herrn lehren: 13 Wer ist, der Leben begehrt und gerne gute Tage hätte? 14 Behüte deine Zunge vor Bösem und deine Lippen, daß sie nicht Trug reden. 15 Laß vom Bösen und tue Gutes; suche Frieden und jage ihm nach.

16 Die Augen des Herrn merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien; 17 das Antlitz aber des Herrn steht wider die, so Böses tun, daß er ihr Gedächtnis ausrotte von der Erde. 18 Wenn die Gerechten schreien, so hört der Herr und errettet sie aus all ihrer Not. 19 Der Herr ist nahe bei denen, die zerbrochnes Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagen Gemüt haben.

20 Der Gerechte muß viel leiden; aber der Herr hilft ihm aus dem allem. 21 Er bewahrt ihm alle seine Gebeine, daß deren nicht eins zerbrochen wird. 22 Den Gottlosen wird das Unglück töten; und die den Gerechten hassen, werden Schuld haben. 23 Der Herr erlöst die Seele seiner Knechte; und alle, die auf ihn trauen, werden keine Schuld haben.

 

Gebet

Wir wollen heute ganz besonders beten,

  • für Frieden gegen alles Kriegsgeschrei dieser Tage. Der Herr möge alle Bemühungen, Europa in einen Krieg zu treiben, scheitern lassen.
  • Daß unser himmlischer Vater die Angriffe auf unsere Arbeit, die Evangelische Freikirche Riedlingen und das Netzwerk bibeltreuer Christen abwehrt und in reinen Segen verwandelt! Wir beten, daß er mit seinem starken Arm sichtbar und zeugnishaft eingreift und handelt!
  • Für die Ermutigung der Geschwister und insbesondere die, welche in leitender Verantwortung in christlichen Gemeinden und Werken stehen. Der Heilige Geist möge ihnen Durchblick und Kraft geben, das Böse zu erkennen und sich ihm zu verweigern!
  • Daß der allmächtige Gott uns allen durch seinen Heiligen Geist Erkenntnis, Mut und Kraft zum Aufbruch aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit und Dummheit schenken und die Wiederkunft unseres Herrn Jesus und die Entrückung seiner Gemeinde mächtig beschleunigen möge!
  • Daß noch viele Menschen ihr Leben Jesus anvertrauen – gerade auch von den Verantwortlichen in unserem Land.
  • Für die Landtagswahlen 2026 in Sachsen-Anhalt (6.9.), Mecklenburg-Vorpommern und Berlin(20.9.).
  • Daß auch viele der Zuwanderer hier in Deutschland und Europa sich Jesus Christus zuwenden.
  • Wir wollen beten für die vielen Esoteriker und Neuheiden verschiedenster Couleur, daß sie dem Bannkreis Satans entweichen und ganz und allein auf Jesus Christus vertrauen und auf das Wort der Bibel.
  • Für unsere christlichen Gemeinden, Pfarrer und Pastoren, die besonders von Satan angegriffen werden, wenn sie ihren Dienst in Treue zu Christus und seinem Wort tun wollen.
  • Für die Situation in und um die Ukraine sowie die Auseinandersetzungen im Nahen Osten. Möge echte Liebe zum Frieden auf beiden Seiten wachsen und die Kriegstreiberei im Interesse zweifelhafter Kräfte ein Ende finden!
  • Für mehr politische Wahrhaftigkeit im Land
  • Für unseren Staat – unser Volk und Vaterland -, daß die Verantwortlichen ihrem Auftrag nachkommen, dem Wohl des Staatsvolks zu dienen, das Staatsgebiet zu schützen sowie unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung zu bewahren.
  • Für Medien, die ihrem journalistischen Auftrag einer neutralen faktenreichen Berichterstattung nachkommen, und nicht vorwiegend Regierungspropaganda verbreiten.
  • Daß sich zunehmend die Verantwortlichen wie auch die Geplagten dem Bösen in all seinen Ausprägungen in friedlicher Form widersetzen. Die Menschen müssen einfach nur aufhören, beim menschenverachtenden Bösen mitzumachen!
  • Beten wir, daß immer mehr Menschen bewußt wird: Wer mitmacht, macht sich mit schuldig!
  • Daß die Spaltung unserer Gesellschaft bis in Ehen, Familien und engste Freundeskreise hinein nicht weitergehen darf, sondern in der Liebe Christi überwunden werden kann
  • Für die Verantwortlichen in Politik, Kirchen, Medien, Sicherheitsdiensten, Polizei, Militär, Behörden, Bürgermeisterämtern etc., daß sie Recht und Gerechtigkeit zu tun wagen im Vertrauen auf den lebendigen Gott und tun, was getan werden muß! Gott schenke ihnen dazu Einsicht und Mut! Insbesondere auch den Gerichten zu echter Rechtsprechung statt Rechtsbeugung und Rechtsbruch.
  • Daß der Herr den Mächten des Bösen so wenig wie möglich gelingen läßt und sie an ihrem Treiben hindert, soweit seine Pläne das noch zulassen!
  • Daß alle Schuldigen an den verschiedenen Formen des Unrechts auf allen Ebenen der Verantwortung bald der irdischen Gerechtigkeit zugeführt werden.
  • Daß Gott in unserem Volk Besonnenheit schenkt. Daß die Menschen sich nicht von Haß leiten lassen, sondern in liebevoller Weisheit das Nötige tun. Bürgerkrieg dient niemals dem Volk, sondern hilft nur den Mächtigen, ihre Macht zu festigen!
  • Daß bei aller verständlichen Empörung über die seit Jahren andauernde Politik keine Fremdenfeindlichkeit in unserem Volk aufkommt.
  • Daß der Tag der Entrückung bald kommt und wir bereit sind!

Im April 1521 stand Martin Luther vor dem Reichstag und dem Kaiser in Worms. Er war aufgefordert, seine Schriften zu widerrufen. Er wußte, daß ihm bei Weigerung der Tod drohte, trotz der Zusage des freien Geleits. In dieser Stunde größter Not und Bedrängnis betete er:

„Allmächtiger, ewiger Gott! Wie ist es nur ein Ding um die Welt! Wie sperrt sie den Leuten die Mäuler auf! Wie klein und gering ist das Vertrauen der Menschen auf Gott! Wie ist das Fleisch so zart und schwach, und der Teufel so gewaltig und geschäftig durch seine Apostel und Weltweisen! Wie zieht sie so bald die Hand ab und schnurrt dahin, läuft die gemeine Bahn und den weiten Weg zur Hölle zu, da die Gottlosen hingehören; und siehet nur allein bloß an, was prächtig und gewaltig, groß und mächtig ist und ein Ansehen hat. Wenn ich auch meine Augen dahin wenden soll, so ist’s mit mir aus, die Glocke ist schon gegossen und das Urteil gefällt. Ach Gott! ach Gott! o du mein Gott! Du mein Gott, stehe du mir bei, wider alle Welt Vernunft und Weisheit. Tue du es; du mußt es tun, du allein. Ist es doch nicht meine, sondern deine Sache. Hab ich doch für meine Person allhie nichts zu schaffen und mit diesen großen Herrn der Welt zu tun. Wollt ich doch auch wohl gute geruhige Tage haben und unverworren sein. Aber dein ist die Sach, Herr, die gerecht und ewig ist. Stehe mir bei, du treuer, ewiger Gott! Ich verlasse mich auf keinen Menschen. Es ist umsonst und vergebens, es hinket alles, was fleischlich ist und nach Fleisch schmeckt. Gott, o Gott! Hörest du nicht, mein Gott? Bist du tot? Nein, du kannst nicht sterben, du verbirgst dich allein. Hast du mich dazu erwählet? Ich frage dich, wie ich es denn gewiß weiß; ei, so walt es Gott! denn ich mein Lebenlang nie wider solche große Herrn gedacht zu sein, habe mir es auch nie vorgenommen. Ei, Gott, so stehe mir bei in dem Namen deines lieben Sohns Jesu Christi, der mein Schutz und Schirm sein soll, ja, meine feste Burg, durch Kraft und Stärkung deines Heiligen Geistes. Herr, wo bleibest du? Du, mein Gott, wo bist du? Komm, komm, ich bin bereit, auch mein Leben darum zu lassen, geduldig, wie ein Lämmlein. Denn gerecht ist die Sache und dein; so will ich mich von dir nicht absondern ewiglich. Das sei beschlossen in deinem Namen. Die Welt muß mich über mein Gewissen wohl ungezwungen lassen, und wenn sie noch voller Teufel wäre, und sollte mein Leib, der doch zuvor deiner Hände Werk und Geschöpf ist, darüber zu Grund und Boden, ja zu Trümmern gehen; dafür mir aber dein Wort und Geist gut ist. Und ist auch nur um den Leib zu tun; die Seele ist dein und gehört dir zu, und bleibet auch bei dir ewig,

Amen. Gott helf mir, Amen.“

Wir singen oder lesen die beiden letzten Verse des Lieds „Zieh an die Macht du Arm des Herrn“:

  1. Drängt uns der Feind auch um und um,
    wir lassen uns nicht grauen;
    du wirst aus deinem Heiligtum
    schon unsre Not erschauen.
    Fort streiten wir in deiner Hut
    und widerstehen bis aufs Blut
    und wollen dir nur trauen.
  2. Herr, du bist Gott! In deine Hand
    o laß getrost uns fallen.
    Wie du geholfen unserm Land,
    so hilfst du fort noch allen,
    die dir vertraun und deinem Bund
    und freudig dir von Herzensgrund
    ihr Loblied lassen schallen
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