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14.-28.6.2026 – 553.-555. Abend der Gebetsinitiative zur Ermutigung des „Heerlagers der Heiligen“ in diesen letzten Tagen und zur Ehre Gottes, unseres himmlischen Vaters

Liebe Mitbeter,

der politische Kampf gegen unsere Arbeit geht weiter. Ich hatte berichtet, daß das Finanzamt ohne weitere Ankündigung der EFK-Riedlingen nun doch die Gemeinnützigkeit aberkannt hat.

Das ist überraschend. Denn der Rechtsanwalt der Gemeinde hatte im Dezember 2024 vom Finanzamt die Zusage erhalten, daß das Finanzamt wartet, bis das Verwaltungsgericht über die Klage der Gemeinde gegen die absurde Nennung im VS-Bericht entschieden hat. Noch Anfang 2026 war dies Grundlage eines Gesprächs mit dem Finanzamt gewesen.

Wir gehen aufgrund der Indizien davon aus, daß die Oberfinanzdirektion – möglicherweise initiiert vom Finanzministerium – angeordnet hat, daß nun im Hauruckverfahren gegen diese Absprache zu handeln ist.

Es scheint also ein nach wie vor sehr massives politisches Interesse – vor allem wohl von „grüner“ Seite – zu bestehen, gegen die Gemeinde vorzugehen und unsere Arbeit möglichst massiv zu behindern.

Wir stehen aber unter dem Schutz des Allmächtigen. Solange es ihm gefällt, daß wir unsere Arbeit fortführen können, wird kein Verfassungsschutz und kein Innenministerium oder wer auch immer dies hindern können! „Siehe, des HERRN Arm ist nicht zu kurz, dass er nicht helfen könnte!“ (Jesaja 59,1).

In diesem abwegigen Kampf gewisser politischer Kräfte gegen unsere Arbeit basieren die Vorwürfe des Innenministeriums und seines Verfassungsschutzes soweit ich sehe ausschließlich auf absurden Unterstellungen. Dabei wird das, was wir gesagt haben, systematisch ins Gegenteil verkehrt. Wir bekennen uns zu unserem Staat und seiner verfassungsmäßigen Ordnung und der Verfassungsschutz gruppiert uns als Staats- und Verfassungsfeinde ein! Absurder und wirklichkeitsfremder geht es wohl  nicht mehr. Tatsächlich hätten wir längst einen Orden verdient für herausragende Staats- und Verfassungstreue und beispielhaften Einsatz für den Erhalt unseres freiheitlich-demokratischen Rechtsstaats!

Ganz typisch kann man diese Arbeit mit fortlaufenden Unterstellungen am Beispiel der Nennung im VS-Bericht das Jahr 2024 betreffend aufzeigen. Es wird nur aus einer einzigen Predigt zitiert. Darauf stützt sich die ganze Nennung im VS-Bericht zum Jahr 2024! Man stelle sich allein diese Tatsache vor: Eine einzige biblische Predigt in einem ganzen Jahr hat demnach das Potential, unsere verfassungsmäßige Ordnung in ernste Gefahr zu bringen und unseren Staat zu destabilisieren?! Die trauen unserer Verkündigung ja wirklich eine Menge zu!

Thema der im VS-Bericht zitierten Predigt war: „Was ist ein gerechter Krieg?“ (Predigt vom 16.6.2024). Grundaussage der Predigt war entsprechend Apostelgeschichte 17,26: „Er hat aus einem Blut jedes Volk der Menschheit gemacht, daß sie auf dem ganzen Erdboden wohnen sollen, und hat im Voraus verordnete Zeiten und die Grenzen ihres Wohnens bestimmt“. Ich habe dabei hervorgehoben: „Es gibt also keine menschliche Rasse, die per se besser oder schlechter wäre als irgendeine andere.“ Was macht der Verfassungsschutz daraus: „Tscharntke …äußerte sich rassistisch“!

Ich habe anhand der Farblehre deutlich gemacht, daß Braun entsteht, wenn man Rot und Grün mischt, „wie man es leider auch in der politischen Farbenlehre sehr deutlich sieht“. Was macht der Verfassungsschutz daraus: „Tscharntke … setzt die Demokratie der Bundesrepublik Deutschland mit dem Nationalsozialismus gleich“. Dabei gibt der Verfassungsschutz selbst zu, daß ich nichts dergleichen gesagt habe, sondern daß es sich um eine reine Unterstellung handelt. Denn er begründet seine Unterstellung: „Tscharntke impliziert…“.

Selbstverständlich habe ich in der Predigt keine Gleichsetzung der Demokratie der Bundesrepublik Deutschland mit dem Nationalsozialismus impliziert. Wie käme ich auch auf einen derartigen Blödsinn! Daß diese „Roten“ und „Grünen“ keine deutschen Nationalisten, sondern wenn schon Verächter des deutschen Volkes sind, dürfte hinlänglich bekannt sein. Zitate wie „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“, „Nie wieder Deutschland“ und ähnliche mehr sprechen eine deutliche Sprache.

Allerdings sehe ich totalitäre neofaschistische Tendenzen in Teilen der „Roten“ und „Grünen“. Daß sich die heutigen Neofaschisten als „Antifaschisten“ bezeichnen, darf nicht über ihr politisches Wesen hinwegtäuschen. Vor diesem Täuschungsmanöver hat schon vor Jahrzehnten ein Kenner der Szene gewarnt: „Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: `Ich bin der Faschismus´. Nein, er wird sagen: `Ich bin der Antifaschismus´.“ (wohl vom italienischen Schriftsteller und ehemaligen Kommunisten Ignazio Silone -1900-1978). Der Nationalsozialismus gehört zwar zum breiten Spektrum des Faschismus. Aber nicht jeder Faschismus ist deshalb Nationalsozialismus! Möglicherweise fehlt hier den Implizierern beim Innenministerium und seinem Verfassungsschutz das nötige Maß an politischer Bildung?

Ich habe auch hierzu wieder einmal die Google-KI gefragt: „Wenn Ignatio Silone vor einem neuen Faschismus in Gestalt des Antifaschismus gewarnt hat, hat er dabei wirklich streng nationalistische und rassebetonte Entwicklungen vor Augen gehabt?

Antwort der Google-KI:

Nein, Ignazio Silone hatte dabei keineswegs streng nationalistische oder rassenbetonte Entwicklungen vor Augen.

Wenn der sozialistische Schriftsteller Ignazio Silone vor einem Faschismus gewarnt hat, der unter der Maske des Antifaschismus auftritt, dachte er in erster Linie an totalitäre Methoden, Intoleranz und Geisteszwang – völlig unabhängig von biologischer Rassenlehre oder Nation.

Seine Warnung bezog sich auf ganz konkrete historische Entwicklungen, die seine eigene Lebensgeschichte tief geprägt haben:

Der historische Hintergrund: Der Blick auf Stalin

Der Bruch mit dem Kommunismus: Silone war Mitbegründer der Kommunistischen Partei Italiens. Er wandte sich jedoch in den 1920er Jahren angewidert ab, als er erlebte, wie Josef Stalin die Sowjetunion in eine mörderische Diktatur verwandelte.

Die verkehrte Maske: Die Sowjetunion bezeichnete sich selbst als die größte „antifaschistische“ Kraft der Welt. Gleichzeitig nutzte sie aber genau dieselben Methoden wie die Faschisten: Geheimpolizei, Umerziehungslager, Terror, Denkverbote und die totale Vernichtung politischer Gegner.

Was Silone wirklich meinte

Für Silone war der Kern des Faschismus nicht zwingend das nationale oder rassistische Programm, sondern der Verlust der individuellen Freiheit und der Zwang zur totalen Anpassung. Seine Warnung besagt:

Die Methode ist entscheidend, nicht das Etikett: Wenn eine Bewegung Andersdenkende brutal mundtot macht, blinden Gehorsam fordert und keine Graustufen zulässt, verhält sie sich faschistisch.

Der moralische Schutzschild: Wer sich selbst das absolute Prädikat „gut“ (Antifaschist) gibt, neigt dazu, die eigenen bösen Taten zu rechtfertigen. Nach dem Motto: „Weil wir gegen das Böse kämpfen, ist bei uns jedes Mittel erlaubt.“

Fazit

Silone ging es um eine psychologische und politische Gesetzmäßigkeit: Ein neues totalitäres System wird sich niemals mit den Symbolen der Vergangenheit (wie Hakenkreuzen oder den Rutenbündeln Mussolinis) präsentieren. Es wird sich im Gewand des edlen Retters zeigen – und im Namen der Toleranz oder der Gerechtigkeit eine neue, intolerante Gesinnungsdiktatur errichten.“

Exakt in diesem Sinne sehe ich neofaschistische Tendenzen bei Teilen der „Roten“ und „Grünen“, die massiv unseren freiheitlich demokratischen Rechtsstaat und unsere verfassungsmäßige Ordnung einschließlich den Kernstücken Meinungs- und Religionsfreiheit sowie die Menschenwürde bedrohen. Und exakt dafür habe ich die Farbe „braun“ verwendet – für neofaschistische totalitäre Tendenzen, die im rot-grünen Gewand des Antifaschismus daherkommen.

Angesichts dieses diffamierenden Kampfes, der gegen uns und unsere Arbeit geführt wird, bleiben wir ruhig im Vertrauen auf unseren Herrn und Heiland. Er hat uns gesagt: „Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich; wer aber mich verachtet, der verachtet den, der mich gesandt hat“ (Lukas 10,16).

Es ist die Sache des Herrn, die sie bekämpfen. Er wird für seine Sache streiten und wir halten fest am Gebet und Vertrauen auf ihn.

 

Singen oder Beten der ersten beiden Verse des Lieds „Zieh an die Macht du Arm des Herrn“:

  1. Zieh an die Macht, du Arm des Herrn,
    wohlauf und hilf uns streiten.
    Noch hilfst du deinem Volke gern,
    wie du getan vorzeiten.
    Wir sind im Kampfe Tag und Nacht,
    o Herr, nimm gnädig uns in acht
    und steh uns an der Seiten.
  2. Mit dir, du starker Heiland du,
    muß uns der Sieg gelingen;
    wohl gilt’s zu streiten immerzu,
    bis einst wir dir lobsingen.
    Nur Mut, die Stund ist nimmer weit,
    da wir nach allem Kampf und Streit
    die Lebenskron erringen.

Lesen von Psalm 34

1 Ein Psalm Davids, da er seine Gebärde verstellte vor Abimelech, als der ihn von sich trieb und er wegging. 2 Ich will den Herrn loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein. 3 Meine Seele soll sich rühmen des Herrn, daß es die Elenden hören und sich freuen. 4 Preiset mit mir den Herrn und laßt uns miteinander seinen Namen erhöhen. 

5 Da ich den Herrn suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht. 

6 Welche auf ihn sehen, die werden erquickt, und ihr Angesicht wird nicht zu Schanden. 7 Da dieser Elende rief, hörte der Herr und half ihm aus allen seinen Nöten. 8 Der Engel des Herrn lagert sich um die her, so ihn fürchten, und hilft ihnen aus. 9 Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Wohl dem, der auf ihn traut! 

10 Fürchtet den Herrn, ihr seine Heiligen! denn die ihn fürchten, haben keinen Mangel. 11 Reiche müssen darben und hungern; aber die den Herrn suchen, haben keinen Mangel an irgendeinem Gut.

12 Kommt her, Kinder, höret mir zu; ich will euch die Furcht des Herrn lehren: 13 Wer ist, der Leben begehrt und gerne gute Tage hätte? 14 Behüte deine Zunge vor Bösem und deine Lippen, daß sie nicht Trug reden. 15 Laß vom Bösen und tue Gutes; suche Frieden und jage ihm nach.

16 Die Augen des Herrn merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien; 17 das Antlitz aber des Herrn steht wider die, so Böses tun, daß er ihr Gedächtnis ausrotte von der Erde. 18 Wenn die Gerechten schreien, so hört der Herr und errettet sie aus all ihrer Not. 19 Der Herr ist nahe bei denen, die zerbrochnes Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagen Gemüt haben.

20 Der Gerechte muß viel leiden; aber der Herr hilft ihm aus dem allem. 21 Er bewahrt ihm alle seine Gebeine, daß deren nicht eins zerbrochen wird. 22 Den Gottlosen wird das Unglück töten; und die den Gerechten hassen, werden Schuld haben. 23 Der Herr erlöst die Seele seiner Knechte; und alle, die auf ihn trauen, werden keine Schuld haben.

 

Gebet

Wir wollen heute ganz besonders beten,

  • für Frieden gegen alles Kriegsgeschrei dieser Tage. Der Herr möge alle Bemühungen, Europa in einen Krieg zu treiben, scheitern lassen.
  • Daß unser himmlischer Vater die Angriffe auf unsere Arbeit, die Evangelische Freikirche Riedlingen und das Netzwerk bibeltreuer Christen abwehrt und in reinen Segen verwandelt! Wir beten, daß er mit seinem starken Arm sichtbar und zeugnishaft eingreift und handelt!
  • Für die Ermutigung der Geschwister und insbesondere die, welche in leitender Verantwortung in christlichen Gemeinden und Werken stehen. Der Heilige Geist möge ihnen Durchblick und Kraft geben, das Böse zu erkennen und sich ihm zu verweigern!
  • Daß der allmächtige Gott uns allen durch seinen Heiligen Geist Erkenntnis, Mut und Kraft zum Aufbruch aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit und Dummheit schenken und die Wiederkunft unseres Herrn Jesus und die Entrückung seiner Gemeinde mächtig beschleunigen möge!
  • Daß noch viele Menschen ihr Leben Jesus anvertrauen – gerade auch von den Verantwortlichen in unserem Land.
  • Für die Landtagswahlen 2026 in Sachsen-Anhalt (6.9.), Mecklenburg-Vorpommern und Berlin(20.9.).
  • Daß auch viele der Zuwanderer hier in Deutschland und Europa sich Jesus Christus zuwenden.
  • Wir wollen beten für die vielen Esoteriker und Neuheiden verschiedenster Couleur, daß sie dem Bannkreis Satans entweichen und ganz und allein auf Jesus Christus vertrauen und auf das Wort der Bibel.
  • Für unsere christlichen Gemeinden, Pfarrer und Pastoren, die besonders von Satan angegriffen werden, wenn sie ihren Dienst in Treue zu Christus und seinem Wort tun wollen.
  • Für die Situation in und um die Ukraine sowie die Auseinandersetzungen im Nahen Osten. Möge echte Liebe zum Frieden auf beiden Seiten wachsen und die Kriegstreiberei im Interesse zweifelhafter Kräfte ein Ende finden!
  • Für mehr politische Wahrhaftigkeit im Land
  • Für unseren Staat – unser Volk und Vaterland -, daß die Verantwortlichen ihrem Auftrag nachkommen, dem Wohl des Staatsvolks zu dienen, das Staatsgebiet zu schützen sowie unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung zu bewahren.
  • Für Medien, die ihrem journalistischen Auftrag einer neutralen faktenreichen Berichterstattung nachkommen, und nicht vorwiegend Regierungspropaganda verbreiten.
  • Daß sich zunehmend die Verantwortlichen wie auch die Geplagten dem Bösen in all seinen Ausprägungen in friedlicher Form widersetzen. Die Menschen müssen einfach nur aufhören, beim menschenverachtenden Bösen mitzumachen!
  • Beten wir, daß immer mehr Menschen bewußt wird: Wer mitmacht, macht sich mit schuldig!
  • Daß die Spaltung unserer Gesellschaft bis in Ehen, Familien und engste Freundeskreise hinein nicht weitergehen darf, sondern in der Liebe Christi überwunden werden kann
  • Für die Verantwortlichen in Politik, Kirchen, Medien, Sicherheitsdiensten, Polizei, Militär, Behörden, Bürgermeisterämtern etc., daß sie Recht und Gerechtigkeit zu tun wagen im Vertrauen auf den lebendigen Gott und tun, was getan werden muß! Gott schenke ihnen dazu Einsicht und Mut! Insbesondere auch den Gerichten zu echter Rechtsprechung statt Rechtsbeugung und Rechtsbruch.
  • Daß der Herr den Mächten des Bösen so wenig wie möglich gelingen läßt und sie an ihrem Treiben hindert, soweit seine Pläne das noch zulassen!
  • Daß alle Schuldigen an den verschiedenen Formen des Unrechts auf allen Ebenen der Verantwortung bald der irdischen Gerechtigkeit zugeführt werden.
  • Daß Gott in unserem Volk Besonnenheit schenkt. Daß die Menschen sich nicht von Haß leiten lassen, sondern in liebevoller Weisheit das Nötige tun. Bürgerkrieg dient niemals dem Volk, sondern hilft nur den Mächtigen, ihre Macht zu festigen!
  • Daß bei aller verständlichen Empörung über die seit Jahren andauernde Politik keine Fremdenfeindlichkeit in unserem Volk aufkommt.
  • Daß der Tag der Entrückung bald kommt und wir bereit sind!

Im April 1521 stand Martin Luther vor dem Reichstag und dem Kaiser in Worms. Er war aufgefordert, seine Schriften zu widerrufen. Er wußte, daß ihm bei Weigerung der Tod drohte, trotz der Zusage des freien Geleits. In dieser Stunde größter Not und Bedrängnis betete er:

„Allmächtiger, ewiger Gott! Wie ist es nur ein Ding um die Welt! Wie sperrt sie den Leuten die Mäuler auf! Wie klein und gering ist das Vertrauen der Menschen auf Gott! Wie ist das Fleisch so zart und schwach, und der Teufel so gewaltig und geschäftig durch seine Apostel und Weltweisen! Wie zieht sie so bald die Hand ab und schnurrt dahin, läuft die gemeine Bahn und den weiten Weg zur Hölle zu, da die Gottlosen hingehören; und siehet nur allein bloß an, was prächtig und gewaltig, groß und mächtig ist und ein Ansehen hat. Wenn ich auch meine Augen dahin wenden soll, so ist’s mit mir aus, die Glocke ist schon gegossen und das Urteil gefällt. Ach Gott! ach Gott! o du mein Gott! Du mein Gott, stehe du mir bei, wider alle Welt Vernunft und Weisheit. Tue du es; du mußt es tun, du allein. Ist es doch nicht meine, sondern deine Sache. Hab ich doch für meine Person allhie nichts zu schaffen und mit diesen großen Herrn der Welt zu tun. Wollt ich doch auch wohl gute geruhige Tage haben und unverworren sein. Aber dein ist die Sach, Herr, die gerecht und ewig ist. Stehe mir bei, du treuer, ewiger Gott! Ich verlasse mich auf keinen Menschen. Es ist umsonst und vergebens, es hinket alles, was fleischlich ist und nach Fleisch schmeckt. Gott, o Gott! Hörest du nicht, mein Gott? Bist du tot? Nein, du kannst nicht sterben, du verbirgst dich allein. Hast du mich dazu erwählet? Ich frage dich, wie ich es denn gewiß weiß; ei, so walt es Gott! denn ich mein Lebenlang nie wider solche große Herrn gedacht zu sein, habe mir es auch nie vorgenommen. Ei, Gott, so stehe mir bei in dem Namen deines lieben Sohns Jesu Christi, der mein Schutz und Schirm sein soll, ja, meine feste Burg, durch Kraft und Stärkung deines Heiligen Geistes. Herr, wo bleibest du? Du, mein Gott, wo bist du? Komm, komm, ich bin bereit, auch mein Leben darum zu lassen, geduldig, wie ein Lämmlein. Denn gerecht ist die Sache und dein; so will ich mich von dir nicht absondern ewiglich. Das sei beschlossen in deinem Namen. Die Welt muß mich über mein Gewissen wohl ungezwungen lassen, und wenn sie noch voller Teufel wäre, und sollte mein Leib, der doch zuvor deiner Hände Werk und Geschöpf ist, darüber zu Grund und Boden, ja zu Trümmern gehen; dafür mir aber dein Wort und Geist gut ist. Und ist auch nur um den Leib zu tun; die Seele ist dein und gehört dir zu, und bleibet auch bei dir ewig,

Amen. Gott helf mir, Amen.“

Wir singen oder lesen die beiden letzten Verse des Lieds „Zieh an die Macht du Arm des Herrn“:

  1. Drängt uns der Feind auch um und um,
    wir lassen uns nicht grauen;
    du wirst aus deinem Heiligtum
    schon unsre Not erschauen.
    Fort streiten wir in deiner Hut
    und widerstehen bis aufs Blut
    und wollen dir nur trauen.
  2. Herr, du bist Gott! In deine Hand
    o laß getrost uns fallen.
    Wie du geholfen unserm Land,
    so hilfst du fort noch allen,
    die dir vertraun und deinem Bund
    und freudig dir von Herzensgrund
    ihr Loblied lassen schallen
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