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Beten wir hoffnungslos?

Leider kann ich mich immer wieder nicht des Eindrucks erwehren, daß in diesen Tagen tatsächlich nicht wenige Christen weitgehend ohne Hoffnung beten – wenn sie überhaupt beten. Mir fiel das aktuell wieder auf an den Kommentaren zur derzeitigen Auseinandersetzung zwischen Merkel und Seehofer. Gewiß dürfte hier vieles, wenn nicht alles inszeniert, sein. Wenn nicht von den unmittelbaren Kontrahenten selbst, dann wohl zumindest von den Hintergrundmächten, an deren Strippen sie hängen.

Besteht deshalb keine Hoffnung auf Besserung für unser Land? Müssen wir deshalb die Möglichkeit ausschließen und das Gebet einstellen, daß Gott uns von dieser rechtsbrecherischen Regierung befreit und uns Regierungen in Bund und Ländern schenkt, die vorrangig das Wohl des eigenen Volkes im Auge haben, wie das ihr Auftrag ist und wie sie es in ihrem Amtseid geschworen haben?

Mitnichten!!! Das betone ich mit drei Ausrufezeichen, wiewohl ich die Macht der Mächtigen im Hintergrund zumindest erahne, vermutlich nicht weniger als wir alle das tun. Wir müssen uns aber vor Augen halten, daß ein vermeintlicher „Realismus“ in sich eine gefährliche Nähe zum „Pessimismus“ enthält. Gerade als Christen haben wir überhaupt keinen Grund, bei aller realistischen Wahrnehmung der Lage, in Pessimismus abzugleiten. Als Christen wissen wir nämlich, daß die entscheidende Realität nicht die irdische, sondern die göttliche ist! Christlicher Realismus läßt sich deshalb niemals allzusehr beeindrucken von den irdischen Gegebenheiten. Denn er vertraut auf die Macht des himmlischen Vaters als oberster und letztlich alleiniger echter Realität.

Ganz so, wie ich es in meiner Predigt am diesjährigen Himmelfahrtsfest unter dem Thema „Der Thron der Macht“ (http://www.nbc-jakob-tscharntke.de/Predigtarchiv-2018) betont habe: „Die da oben“ – und das gilt auch für deren Strippenzieher im Hintergrund, sind nicht oben! Sie sitzen nicht auf dem Thron der Macht. Auf diesem sitzt allein der Allmächtige. Die Hintergrundeliten mögen so mächtig sein, wie sie wollen, und sie sind gewiß mächtig, aber allmächtig sind sie nicht! Und allwissend sind sie auch nicht. Sie müssen deshalb in all ihren Plänen mit sehr vielen Unbekannten rechnen. Das läßt ihre Pläne immer wieder zumindest in Teilen und zeitweise zunichte werden.

Ich bin mir zum Beispiel sicher, daß sie die Macht des Internets gewaltig unterschätzt haben. Deshalb versuchen sie seit 3 Jahren, mit Gott sei Lob und Dank noch sehr begrenztem Erfolg, das Internet komplett unter ihre Kontrolle zu bringen. Und obwohl sie alle rechtsstaatlichen Grundsätze dabei über Bord werfen, z.B. durch Übertragung staatlicher Kompetenzen an private Einrichtungen und das totalitäre Netzwerkdurchsetzungsgesetz, gelingt ihnen die Kontrolle über das Internet derzeit noch keineswegs!

Wir sehen das auch an der AfD. Sie war mit Lucke und Henkel meinen Informationen nach inszeniert, um die Regierungskritischen in einer Partei zu sammeln, die man unter 5% hält. Also an einem Ort, wo sie ohne jede Wirkung Dampf ablassen können. Aber auch die Hintergrundeliten sind eben weder allwissend noch allmächtig. Die Sache mit der AfD entwickelte sich komplett anders, als sie es geplant hatten. Auch die Spaltung der AfD ging total in die Hose. Ebenso der Versuch, über Frauke Petry der AfD fundamentalen Schaden zuzufügen. Natürlich haben die Eliten und ihr System noch etliche Finger in der AfD drin und werden auch weiterhin nichts unversucht lassen, die AfD unter ihre Kontrolle zu bringen oder sie, etwa durch eine deutschlandweit auftretende CSU, wieder unter die gewünschten 5% zu drängen.

Ich verweise des weiteren auf die doch im Grundsatz relativ erfolgreiche Schließung der Balkanroute. Ja, auch ich weiß, daß da immer noch einiges durchsickert. Aber das steht doch in keinem Verhältnis mehr zu dem, was wir bis Anfang 2016 hatten! Ich verweise auf die Entwicklungen in Ungarn, Österreich und Italien. Da war zumindest im Detail vieles von den Hintergrundmächten nicht so geplant, wie es gekommen ist! Nicht einmal der gottlose deutsche Michel muß deshalb völlig ohne jede Hoffnung sein, ganz egal wie gleichgeschaltet, manipuliert und obrigkeitshörig er auch sein mag. Wenn er sich dem allmächtigen und allwissenden Gott wieder zuwendet, darf er voller Hoffnung zu seinem himmlischen Vater rufen. Ich jedenfalls habe die Hoffnung für unser Volk und Vaterland noch lange nicht aufgegeben, auch wenn die Lage im Moment hoffnungslos erscheinen mag.

Denken wir daran: „Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist“!

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