5.7.2020 243. Abend der Gebetsinitiative

Liebe Mitbeter,

im Rahmen unserer heutigen Gebetsinitiative wollen wir uns ganz auf den geistlichen Kampf in Bremen um Olaf Latzel und die Gemeinde St. Martini, deren Pfarrer er ist, konzentrieren. In zwei „Kurz bemerkt“-Beiträgen habe ich in den letzten Tagen bereits auf diesen finalen Kampf zwischen Licht und Finsternis in Bremen hingewiesen.

Nun geht dieser Kampf in die nächste Runde mit der spannenden Frage: Kein Predigtverbot für Olaf Latzel?

Am gestrigen Freitag hat die Bremische Evangelische Kirche (BEK) vorerst kein direktes Predigtverbot gegen Olaf Latzel ausgesprochen. Morgen (5.7.2020) wird er noch predigen.

Allerdings „einigte“ man sich auf einen Urlaub von Olaf Latzel vom 9.Juli bis 24.August 2020. De facto wird man diese „Einigung“ allerdings als „Predigtverbot und Suspendierung light“ verstehen dürfen? Olaf Latzel wird erst mal offiziell und öffentlich kaltgestellt – natürlich „einvernehmlich“.

Was davon zu halten ist, vermag ich im Moment noch nicht wirklich zu beurteilen. Aufgrund meiner Erfahrungen mit Landeskirchen sehe ich diese „Einigung“ allerdings bis zum Erweis des Gegenteils als höchst kritisch an. Ich gehe davon aus, daß die BEK diese Zeit versuchen wird zu nutzen, um einen Keil zwischen Olaf Latzel und St. Martini voneinander zu isolieren.

Wenn der Hirte in einer solchen Situation für rund 6 Wochen die Kommandobrücke verläßt, ist es fraglich, ob er je auf diese zurückkehren wird. Ich vermute eher nicht, wenn St. Martini weiter in der BEK verbleiben will. 6 Wochen sind eine lange Zeit und können unter entsprechender Beeinflussung ein nicht geringes Maß an Entfremdung zwischen Pastor und Gemeinde hervorrufen.

Vor allem für St. Martini geht es in diesem Kampf wohl um alles. Daß Olaf Latzel in der Kraft des Heiligen Geistes einen geistlich klaren Weg durchhalten wird, davon gehe ich aus. Sollte aber St. Martini einknicken und sich um der kirchlichen Pfründe willen von seinem Hirten distanzieren und auf den ungeistlichen Weg der BEK nötigen lassen, wäre dies wohl der Anfang vom geistlichen Ende von St. Martini. Ein Abdriften im gottlosen kirchlichen Nihilismus wäre dann wohl unaufhaltsam eingeleitet.

Ich kenne natürlich weder die rechtliche Lage in der BEK noch die Strategien, welche die jeweiligen Seiten verfolgen. Nach meiner Erfahrung ist es allerdings klug, wenn der Pfarrer samt übriger Gemeindeleitung die Gemeinde in solchen Situationen weiter klar und unbeirrt führen und sich nicht von der Kirchenleitung das Geschehen diktieren lassen. Läßt sich eine Gemeinde in einer solchen Lage auf das Diktat der Kirchenleitung ein, hat sie de facto den Kampf in diesem Augenblick auch schon verloren - so meine persönliche Einschätzung.

Beten wir für Olaf Latzel und die Gemeinde St. Martini. Und beten wir ganz besonders auch für die morgige Predigt. Olaf Latzel wird sehr viel Leitung des Heiligen Geistes benötigen, um jedes Wort mit viel Mut und Klarheit aber auch in maximaler Weisheit zu setzen. Der Herr sei mit ihm und St. Martini!

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