Merkwürdiges Wetter und merkwürdige Phänomene

Nicht nur die extreme Trockenheit seit Frühjahr ist außergewöhnlich. Ich stellte in unserem Garten dieses Jahr einige Besonderheiten fest, die mir in früheren Jahren noch nie aufgefallen waren. Und wir betreiben Gartenbau seit 30 Jahren und waren zuvor schon bei unseren Eltern in großen Gärten aktiv.

Schon im Frühjahr relativ bald, nachdem sie angesetzt und kleine Früchte gebildet hatten, entdeckte ich an den Früchten der Sauerkirschen unten! an der Spitze kleine schwarze Flecken. Es hatte nicht gehagelt und der wäre auch nicht unten an die Spitze der Früchte gekommen. Ich rätselte. Jede Frucht hatte einen kleinen schwarzen Fleck. Nach Wochen kam mir die Lösung: es muß etwas im Regen gewesen sein. Der tropft unten an der Frucht ab und hinterläßt unter Umständen, ähnlich wie wir das bei der Bildung von Stalagtiten (Tropfsteinen, die von der Decke hängen) kennen, an der Abtropfstelle feste Bestandteile. Eine andere Erklärung konnte ich nicht finden.

Außerdem verbrannte das Laub unserer Tomaten im September/Oktober an den Pflanzen! Sie sitzen bei uns, weil wir sonst keinen Platz für sie haben, in großen Kübeln einigermaßen wind-und wettergeschützt auf der Südostseite etwas überdacht. Wenn kein Wind von Osten kommt, bleibt ihr Laub so vom Regen geschützt. Allerdings haben sie dort eigentlich für Tomaten zu wenig Sonne. In Neuwied standen unsere Tomaten in der prallen Sonne Südhanglage. Wir hatten zum Teil bis Anfang Winter Tomaten, den letzten Tomatensalat Silvester. Ich habe nie erlebt, daß bei Tomaten das Laub verbrannt wäre. Obwohl die Sonneneinstrahlung und Hitze in Neuwied weit höher war als hier und wir hatten dort den ebenfalls extrem trockenen und heißen Sommer 2003 erlebt! Am Dünger kann es kaum gelegen sein. Ich habe dieses Jahr weniger gedüngt als die Jahre zuvor. Die Tomaten hatten auch immer reichlich Wasser. Ich kann es mir nur so erklären, daß irgendetwas die Schutzschicht der Blätter gegen gewisse Faktoren der Sonneneinstrahlung geschwächt haben muß, oder die Sonnenstrahlung war dieses Jahr aggressiver als sonst.

Nun höre ich von vielen Seiten Staunen, daß die Blätter dieses Jahr so lange an Büschen und Bäumen hängen. Auch das dürfte extrem ungewöhnlich sein. Gerade nach einem extrem trockenen Sommer müßte ein besonders früher Laubfall wie 2015 zu erwarten sein. Ich habe extra dieser Tage im Internet geforscht und bin auf einen Beitrag der „Welt“ von 2015 gestoßen, der das bestätigt (https://www.welt.de/wissenschaft/article145792812/Warum-die-Stadtbaeume-schon-ihre-Blaetter-abwerfen.html). So rätsle ich weiter, warum viele Bäume und Sträucher trotz des extrem trockenen Sommers ihr Laub so lange behalten.

Ich vermute endzeitliche Zeichen, unter Umständen vom Menschen selbst gemacht.

Und noch ein Nachtrag zur dieses Jahr auffällig schwachen Gesundheit vieler Menschen: Seit dem Sommer höre ich auch von vielen jungen, sonst fitten Menschen, daß sie sich dieses Jahr durchweg schlapp und antriebslos fühlen. Ein Bekannter erwachte morgens mit heftiger Gürtelrose und begab sich ins Krankenhaus in die Notaufnahme. Er war dort an diesem Morgen schon der dritte oder vierte Patient mit akuter Gürtelrose! Der Erreger von Gürtelrose ist ja bekanntlich ein Herpesvirus, der vor allem dann zuschlägt, wenn das Immunsystem am Boden liegt.

Auch sonst fällt auf, daß wir seit Sommer extrem viele Kranke haben, auch junge Leute, obwohl das Wetter warm und trocken und eigentlich kein typisches „Erkältungswetter“ war. Auf mich machen die Beobachtungen in Summe den Eindruck, daß die Menschen dieses Jahr weithin sowohl hinsichtlich ihres Immunsystems als auch sonst auffällig geschwächt scheinen!

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