Hallo
Hallo, lieber Bruder Jacob, heute einmal ein paar Zeilen von dem wohl am weitesten von Euch entfernten Ort in der Liste. Ich möchte ersteinmal danken für so viele aufmunternde und mutmachende Predigten, Texte, Mitteilungen usw.
Wir sind seit drei Jahren hier in Philippinen, sind im ganz kleinen Maßstab missionarisch aktiv, haben sehr viel erlebt durch die Hilfe und Führung durch unseren Herrn. Mitten in oft extrem feindlichem Umfeld kamen wir in eine kleine Gemeinde der Grace Church, die nur aus ein paar wenigen Leuten in einer zerfallenen Kirche bestand. Die Gemeinde wuchs schnell, besonders die Jugend. Ich konnte eine kleine Bibelschule gründen und eine Handvoll einheimischer Pastoren zur Mitarbeit gewinnen. Der Herr ebnete viele Wege. Ein paar Geschwister in Deutschland und der Schweiz halfen uns finanziell und im Gebet.
Die Angriffe des Feindes blieben nicht aus. Verschiedene Aktionen von wenigen Geschwistern, die sich als in Schafsfelle verkleidete Wölfe hervortaten, machten zu schaffen. Ebenso große Probleme beim Transfer der wenigen Spenden hierher durch die Bank in D. Im Moment sind wir in einer Warteposition, wir warten auf Wegweisung vom Herrn, wie es weitergeht. Wir mußten die Arbeit unter den ärmsten Geschwistern im Bergdschungel vorerst einstellen, können nur die Bibelschule und ein paar Hilfen für die Gemeinde aufrecht erhalten aus eigenen Mitteln. Traurig macht uns, daß so viele größere Hilfsorganisationen, die missionarisch hier unterwegs sind, jede Zusammenarbeit ablehnten, zugesagte Hilfen (kostenlose Bibeln usw. weltweit) ablehnten bzw. Anfragen garnicht beantworteten. Riesige "missionarische" Veranstaltungen finden in den großen Städten statt, perfekt geplant, technische Superlative inklusiv, aber sehr magere "Seelenernte".
Wir wünschen uns Geschwister, die wissen, wer unser Herr auf dieser Erde als Mensch war. Die wissen, wem wir nachfolgen, Der in Jes. 53 so gut beschrieben wird. DEM so wenige nachfolgen.
Liebe Grüße! Andreas