20.12.2015 - Sechster Abend der Gebetsinitiative

Ihr lieben Mitbeter, heute wollen wir ganz besonders dafür beten, daß die Zuwanderer, wenn sie schon da sind, das Evangelium von Jesus Christus hören und ihre Herzen ihm öffnen. Gerade in diesen Advents- und Weihnachtstagen sollte ja allerorten die Weihnachtsbotschaft ertönen: „Christ ist erschienen, uns zu versühnen“. Leider höre ich nicht nur aus den Landes- sondern auch aus den Freikirchen, daß man sich ganz gegen Markus 8,38 oder Römer 1,16 vielerorts des Evangeliums von Jesus Christus schämt und es verschweigt. Mutige Zeugen sind das Eine, das Not tut. Offene Herzen das Andere. Wie sind da Euer Eindruck und Eure Erfahrungen? Wir hören, daß z.B. in Berlin zum Teil viele unter Gottes Wort kommen. Andernorts höre ich Anderes. Was ist positiv und negativ im Blick auf Annahme und Ablehnung des Evangeliums durch die Zuwanderer zu berichten? Wie hat sich die Situation durch den Massenansturm besonders muslimischer Männer in den letzten Monaten verändert? Ist die Evangelisation unter den Zuwanderern dadurch leichter geworden? Sind mehr Türen offen? Oder hat sich eher der muslimische Druck erhöht und eine Öffnung für den christlichen Glauben erschwert? Ganz offene Erfahrungsberichte wären sehr hilfreich.
Vor allem aber braucht es unsere Gebete. Denn die Herzen öffnen kann allein der Heilige Geist. Ich weiß, daß Einige von euch im Dienst der Verkündigung an Zuwanderer sind. Wir beten für Euch.

Für heute Abend schlage ich folgenden Ablauf vor. Wie üblich unser Lied:

Singen oder Beten der ersten beiden Verse des Lieds „Zieh an die Macht du Arm des Herrn“:
1. Zieh an die Macht, du Arm des Herrn,
wohlauf und hilf uns streiten.
Noch hilfst du deinem Volke gern,
wie du getan vorzeiten.
Wir sind im Kampfe Tag und Nacht,
o Herr, nimm gnädig uns in acht
und steh uns an der Seiten.

2. Mit dir, du starker Heiland du,
muß uns der Sieg gelingen;
wohl gilt’s zu streiten immerzu,
bis einst wir dir lobsingen.
Nur Mut, die Stund ist nimmer weit,
da wir nach allem Kampf und Streit
die Lebenskron erringen.

Kurze Gedanken zum Gebet:
Vermehrt, z.B. auch in idea-spektrum, wird in diesen Tagen von Christenverfolgung in zahlreichen Zuwandererunterkünften berichtet. Das kann nicht verwundern. Wo überzeugte Muslime in der Mehrheit sind, muß man mit Verfolgung Andersgläubiger eher als Normalfall denn als Ausnahme rechnen. Wir wollen beten, daß Gott den Christen und für das Evangelium Offenen Mut gibt und sie auch beschützt. Wir wollen auch beten, daß die Verantwortlichen diesen Skandal endlich abstellen. Es ist ungeheuerlich, daß in deutschen Asylheimen dieselbe Verfolgungssituation herrscht wie in den Ländern, aus denen diese Menschen geflohen sind. Ich kann immer wieder nur betonen: das ist eine totale Perversion des Asylgedankens. Wir wollen beten, daß Menschen dort trotzdem ihre Herzen für Jesus öffnen und sie dann auch von Christen der Umgebung Trost und ganz praktische Hilfe erfahren.

Lesen von Psalm 2
1 Warum toben die Heiden, und die Völker reden so vergeblich? 2 Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Herren ratschlagen miteinander wider den HERRN und seinen Gesalbten: 3 „Lasset uns zerreißen ihre Bande und von uns werfen ihre Seile!“ 4 Aber der im Himmel wohnt, lacht ihrer, und der HERR spottet ihrer. 5 Er wird einst mit ihnen reden in seinem Zorn, und mit seinem Grimm wird er sie schrecken. 6 „Aber ich habe meinen König eingesetzt auf meinem heiligen Berg Zion.“ 7 Ich will von der Weisheit predigen, daß der HERR zu mir gesagt hat: „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeuget: 8 heische von mir, so will ich dir Heiden zum Erbe geben und der Welt Enden zum Eigentum. 9 Du sollst sie mit einem eisernen Zepter zerschlagen; wie Töpfe sollst du sie zerschmeißen.“ 10 So lasset euch nun weisen, ihr Könige, und lasset euch züchtigen, ihr Richter auf Erden! 11 Dient dem HERRN mit Furcht und freut euch mit Zittern! 12 Küßt den Sohn, daß er nicht zürne und ihr umkommt auf dem Wege; denn sein Zorn wird bald entbrennen. Aber wohl allen, die auf ihn trauen!

Gebet
– Wir beten für die Christen in den Zuwandererunterkünften, daß Jesus sie bewahrt und zugleich unerschrockene Zeugen des Evangeliums sein läßt.
– Wir beten, daß Jesus die Herzen derer, die ihn noch nicht kennen, öffnet, daß sie ihre Verlorenheit erkennen und zugleich eine Sehnsucht nach Erlösung und ewigem Leben bekommen.
– Daß die Muslime die Hoffnungslosigkeit, die Menschenverachtung und Bösartigkeit ihrer Religion erkennen, darüber selbst erschrecken und die Botschaft der Liebe in Jesus annehmen.
– Daß auch in unserem Volk viele umkehren zu Jesus und sein Heil annehmen.
– Daß Gott unserem Volk bald wieder eine Regierung schenkt, die den Nutzen des Volkes mehrt und Schaden von ihm abwendet.
– Daß Gott unserem Volk noch eine Zeit der Gnade und des Segens schenkt und wir zu seiner Ehre leben.
– Daß endlich diejenigen, die Informationen aus erster Hand haben, etwa als Polizisten, als Soldaten, als freiwillige „Flüchtlingshelfer“, als Beamte, Krankenschwestern, Ärzte etc. die Mauer des Schweigens durchbrechen und offen über das reden, was sie erleben!

Im Jahre 1683 verteidigte sich die Christenheit gegen die damaligen Invasoren, die Türken. Vor der Schlacht am Kahlen Berg in Wien predigte der Kapuziner Marco d`Aviano und sprach dabei ein Gebet. In dieses Gebet können wir auch heute mit den nötigen gedanklichen Übertragungen und Anpassungen an die heutige Situation einstimmen:
O großer Gott der Heere, blicke auf uns, die wir uns Deiner Majestät zu Füßen werfen, um Vergebung unserer Sünden zu erflehen. Wir haben Deinen Zorn verdient, und mit Recht haben die Feinde ihre Waffen erhoben, uns zu vernichten.
Großer Gott, wir bitten Dich aus innerstem Herzen um Vergebung und verabscheuen unsere Sünde …. Hab Erbarmen mit uns, hab Erbarmen mit deiner Christenheit, welche die Ungläubigen mit Wut und Gewalt auslöschen wollen.
Es ist zwar unsere Schuld, daß dieses schöne christliche Land überfallen wurde; und die Übel, die uns nun bedrängen, sind verschuldet durch unsere Bosheit. Doch sei uns gnädig, guter Gott, und vergiß nicht das Werk Deiner Hände! Gedenke, daß du Dein kostbares Blut vergossen hast, um uns der Knechtschaft Satans zu entreißen. Laß nicht zu, daß die Ungläubigen sich rühmen und sagen: Wo ist nun ihr Gott, der sie nicht aus unseren Händen befreien konnte?
Komm uns zu Hilfe, großer Gott der Heere! Wenn Du mit uns bist, können sie uns nicht schaden.
Vertreibe die Völker, die den Krieg wollen. – Was uns betrifft, Du weißt es: Wir lieben nichts anderes als den Frieden, den Frieden mit Dir, den Frieden mit uns und mit unserem Nächsten! …
Befreie also die christliche Armee von den Übeln, die sie bedrängen! Laß deine Feinde erkennen, daß es keinen Gott gibt, außer dir! Du allein hast die Macht, den Sieg und den Triumph zu geben und zu verweigern, wann es Dir gefällt!
So strecke ich meine Hände aus wie Mose, um Deine Soldaten zu segnen: Sei du ihr Halt, gib ihnen Deine Kraft zur Vernichtung Deiner und unserer Feinde!
Deinem Namen sei Ehre! Amen.

Wobei leider auch unsere „christliche Armee“ erst noch von den Übeln befreit werden muß, die sie bedrängen und am Handeln hindern. Vorderhand können wir unsere Hilfe allein und ausschließlich bei Gott selbst suchen.

Wir singen oder lesen die beiden letzten Verse des Lieds „Zieh an die Macht du Arm des Herrn“:
3. Drängt uns der Feind auch um und um,
wir lassen uns nicht grauen;
du wirst aus deinem Heiligtum
schon unsre Not erschauen.
Fort streiten wir in deiner Hut
und widerstehen bis aufs Blut
und wollen dir nur trauen.

4. Herr, du bist Gott! In deine Hand
o laß getrost uns fallen.
Wie du geholfen unserm Land,
so hilfst du fort noch allen,
die dir vertraun und deinem Bund
und freudig dir von Herzensgrund
ihr Loblied lassen schallen.

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